Wir bauen Ihr Haus mit Hand und Fuß
Exclusivhaus Bayern
Pressepost 20.01.2012
“Seriöse Informationen ermöglichen gute Entscheidungen“

Besser planen – mehr sparen – günstig bauen
Wer langfristig betrachtet günstig bauen will, darf nicht an der Qualität sparen. Bauen ist kein billiges, aber ein sehr sinnvolles Mittel, um langfristig Werte zu schaffen und zu erhalten, als Altersvorsorge und nachhaltige Kapitalanlage. Preiswert bauen ist möglich, wenn die Planung stimmt.
Kostenfalle Nummer eins:
• Unerwartete Mehrausgaben und Verzögerungen
Wichtig ist es, alle preisrelevanten Entscheidungen in einem frühen Stadium der Planung zu fällen …..und sich daran zu halten. Luxus statt Standard ist herrlich, aber er muss auch bezahlbar sein. Gerade beim Innenausbau kann später nachgerüstet werden. Grundsätzliche Dinge müssen aber zum Zeitpunkt des Hausbaues entschieden werden, weil sie (meist) nicht nachrüstbar sind – zum Beispiel die Frage Keller oder Bodenplatte.
Grundstück
Größe und Lage sind Preisbestimmend, das Einsparpotential entsprechend groß. Bauland im Speckgürtel großer Städte und Ballungszentren ist knapp und teuer. Hier bieten sich verdichtete Bauformen wie Doppel- oder Reihenhäuser an, die schon auf rund 200 m² Grund zu realisieren sind. Für ein freistehendes Einfamilienhaus sollten es in der Regel schon 400 m² sein, wenn das geplante Haus kein „Vogelhaus“ oder eine „Hundehütte“ werden soll.
In Ballungszentren kosten Grundstücke nicht selten € 650,-- und mehr pro m². 30 km entfernt, im Umland, sind es dann gerade noch einmal € 320,--. Sparpotential allein durch die etwas stadtfernere Lage rund € 200.000,--. Zu bedenken sind allerdings immer die Folgekosten z.B. erhöhte Fahrtkosten oder auch ein 2. Fahrzeug.
Auch Grundstücke mit Altbestand sollten nicht verschmäht werden. Der Abriss ist erheblich günstiger, als manche denken.
Bodenbeschaffenheit
Hierin stecken teilweise hohe Mehrkosten, z.B. durch lehmigen, felsigen oder schwimmenden Untergrund bzw. drückendes Grundwasser. Auch Hanglagen sind grundsätzlich teurer, weil aufwändiger zu erschließen, zu gründen und zu bebauen.
Abgrabungen, Hangstützungen, Aufschüttungen, Drainagen, Verdichtungen …. können richtig ins Geld gehen. Deshalb unbedingt vorher ein Bodengutachten einholen. Manche Anbieter haben in Ihren Preisen ein Bodengutachten bereits beinhaltet. Wenn nicht, rechnen Sie mit ca. € 1000,-- für ein entsprechendes Gutachten, das Aufschluss über den Untergrund gibt.
Baukörper
Einfach muss nicht langweilig sein, ist aber auf jeden Fall günstiger. Dachgauben, Erker, Wintergarten, Balkone sind grundsätzlich Kostenfallen und können sehr schnell ein Haus um € 20.000,-- und mehr verteuern. Der Zugewinn an Wohnwert ist eher als gering zu bewerten. Vieles ist „Optik“ für den Betrachter, die aber teuer erkauft wird. Diese Anbauteile können auch später noch nachgerüstet werden und sind nicht unbedingt vom ersten Tag an wichtig …..wenn man sparen möchte oder muss. Ein kompaktes Haus ohne viel „Schnick-Schnack“ braucht außerdem weniger Energie und spart damit Heizkosten.
Keller oder Bodenplatte
Eine Grundsatzentscheidung, denn kein Haus lässt sich später an „Siemens-Lufthaken“ aufhängen, um die Bodenplatte gegen einen Keller zu tauschen. Auch wenn ein Kellerbau rund € 30.000,-- bis € 50.000,-- mehr kostet als die einfache Bodenplatte, sollte der Verzicht gut überlegt sein.
Bei entsprechend großen Grundstücken kann man die Kellerfunktion auch auf der ebenen Erde darstellen und damit den Kellerbau sparen. Aber bei kleinen Grundstücken bleibt nur der Weg in den „Untergrund“, um Abstellflächen zu schaffen.
Ein voll funktionsfähiger Keller sollte deshalb immer die Kosten für
Erdbau, Bodenaustausch, Abfuhr von Überschuss auf die Deponie, Kellerbau als WU-Keller, 100 mm Außendämmung, Betontreppe, 4 Kellerfenster, 4 Lichtschächte, Innenwände als Wandkreuz, Estrich, Teilbeheizung, Elektroinstallation, Baustelleneinrichtung, Einmessen des Keller, Krankosten
enthalten.
Enthält ein Kellerangebot nicht mindestens diese Kosten, ist Vorsicht geboten, denn dann drohen Zusatzkosten.
Grundrisse
Klare Gliederungen und durchdachte Grundrisse sind die Voraussetzung für ökonomische Raumausnutzung im Innenbereich. „Winkel und Ecken“ verbrauchen Wohnraum, ohne Nutzen für die Bewohner zu bringen.
Galerien, schräge Wände, Nischen …..mögen optisch ganz reizvoll sein, sinnvoll sind sie nicht, denn sie kosten meist zusätzliches Geld in der Bauphase und auch später, wenn es darum geht, deckenhohe Räume mit Galerien zu beheizen.
Merke: Warme Luft steigt grundsätzlich nach oben, also in den Dachbereich bzw. hin zu einer Galerie. Dort aber hält man sich (meist) nicht auf sondern sitzt oder bewegt sich im Erdgeschoßbereich – also im unteren Bereich eines dachhohen und offenen Raumes.
Ein offener Grundriss im Erdgeschoß schafft hingegen ein großzügiges Raumgefühl. Auch im Eingangsbereich sollte Platz geschaffen werden um Schuhe, Garderobe, Kinderwagen unterbringen zu können.
Küche und Bad
Diese Bereiche können zu richtigen Kostenfallen werden. Wer auf Arbeitsplatten aus Granit, „goldene Wasserhähne“, Designerfliesen, Sanitärobjekte von Designern oder extravaganten Badausstattungen (vorerst) verzichten kann, spart schnell € 15.000,-- und mehr an Kosten ohne wirklich Abstriche bei der Funktionalität und Qualität machen zu müssen.

Fenster und Türen
Hier zählt Qualität. Energiesparend und einbruchsicher sind die Maßstäbe. Standardmaße und möglichst wenig verschiedene Formate halten die Kosten klein. Nicht jedes Fenster muss sich auch öffnen lassen – z.B. ein Lichtband im Treppenhaus. Festverglasung spart die Dreh-/Kippmechanik. Auch die Verglasung muss nicht grundsätzlich eine Dreifachverglasung sein – zumindest nicht auf jeder Hausseite.
Kunststofffenster sind heute qualitativ hochwertig, brauchen nicht gestrichen zu werden und schließen zuverlässig dicht. Alufenster sind erheblich teurer und Holzfenster bedingen laufenden und intensiven Pflegeaufwand.
Rollläden oder Klappläden
Das ist nicht nur eine Frage des Geschmacks. Moderne Rollladensystem mit integriertem Fliegengitter sind heute (fast) Standard. Aber auch hier ist zu überlegen, ob auch kleine WC- und Speisekammerfenster etc. unbedingt eine Verschattung benötigen. Auch „Kleinvieh“ macht Mist.
Klappläden sind optische Hingucker, aber sie sind umständlich in der Bedienung, wenn sie auch einen praktischen Nutzen haben sollen (auf/zu). Klappläden sind bei Wind auch oft „Klapperläden“. In jedem Fall empfiehlt sich hier ein Klappladen aus Kunststoff oder Alu mit Pulverbeschichtung. Dann kann der Pinsel im Keller bleiben.
Dachform
Satteldächer ohne Gauben und andere Zusatzanbauten sind erheblich günstiger als Flachdächer. Ein flach geneigtes Dach mit hohem Kniestock schafft nicht nur mehr Platz im Obergeschoß, sondern lässt Nässe (Regen, Schnee..) erheblich besser ablaufen, als das ein flaches Dach kann. Der Autor hat in früheren Jahren als Eigentümer in einem Mehrfamilienhaus mit Flachdach gewohnt. „Dachabdichtung“ und „Dachsanierung“ war immer ein Thema in den Eigentümerversammlungen.
Einfache Dachsteine/Dachziegel sind erheblich günstiger als glasierte. Viel teurer wird es bei „exotischen“ Eindeckungen wie zum Beispiel Schiefer. Ein Dachüberstand von wenigstens 50 cm schützt die Fassade und ist deshalb zu empfehlen.

Außenanlagen
Die Kosten für „ums Haus“ werden oft unterschätzt. Kalkulieren Sie zwischen
12 % und 18 % des Hauspreises ein und Sie liegen nicht ganz verkehrt. Einige Dinge kann man „schieben“ – z.B. Garage, Carport, Mauer (ein einfacher Zaun reicht auch für den Anfang), Gartenteich, Obstbäume, Schwimmbad, Pflasterungen…
Finanzierung und Zeitplan
Zusatz- und Baunebenkosten sind beispielsweise Notar, Grundbucheintrag, Grunderwerbssteuer, Bauantrag, Erschließungskosten, Hausanschlusskosten (Gas, Wasser, Abwasser, Strom, Telefon) Umzugskosten sind von Anfang an mit in die Finanzierung einzuplanen, soll eine teure Nachfinanzierung vermieden werden. Wichtig auch – Festpreise verbindlich mit dem Bauträger vereinbaren. Und auf versteckte Kosten achten. „Schlüsselfertig“ ist kein geschützter Begriff und jeder versteht (absichtlich?) etwas anderes darunter. Schlüsselfertig muss fertig zum Einzug sein – ohne Pinsel, ohne Hammer – und natürlich auch den Unterbau (Bodenplatte oder Keller), Bodenbeläge, Wände gespachtelt und gemalert, Sanitärausstattung komplett montiert, Innentüren … beinhalten. Das Haus muss bei schlüsselfertig im Sinne des Bauherrn so hergestellt sein und übergeben werden, dass dieser aufsperren, seine Möbel einbringen und wohnen kann. Alles andere ist unter dem Begriff „Bauernfang“ zusammen zu fassen. Darauf zu achten, erspart böse Überraschungen in der Bauphase und teure Mehrkosten.
Zahlungskonditionen
Üblich ist die Anzahlung vor der Bemusterung eines Hauses – z.B. 7% vom Hauspreis. Diese Anzahlung sollte vom Bauträger abgesichert werden – z.B. durch eine Versicherung.
Vorteilhaft ist auch, wenn nach Erstellung einer Tranche (z.B. Unterbau, Rohbau, Estrich ….) und nach entsprechender Abnahme durch den Bauleiter die Leistung bezahlt werden muss. Das spart dem Bauherrn Kosten, weil die Hypothekensumme erst dann abgerufen werden muss und es gibt Sicherheit, weil erst die Leistungen und dann die Bezahlungen erfolgen. Wird „Vorkasse“ verlangt, ist Vorsicht angezeigt.
Zeitplan
Zeit ist Geld – auch beim Hausbau. Wichtig ist ein realistischer Bauablaufplan, denn dann wir sofort erkennbar, wenn Verzögerungen eintreten. Der Einzugstermin sollte auch vertraglich festgehalten werden. Je schneller und reibungsloser das Bauvorhaben abgewickelt wird, desto kürzer ist die Zeit der Doppelbelastung durch Miete und laufende Baufinanzierung.
Faustregeln
- Fundierte, seriöse und gute Beratung durch einen Fachmann einholen
- Bauvertragsabschluss bis Fertigstellung der Bauantragsunterlagen 4 – 6 Wochen.
- Genehmigungsphase durch Behörden und Landratsämter 4 – 8 Wochen
- Bemusterung (Fertighaus) 5 – 6 Wochen nach Baugenehmigung
- Hauslieferung (Fertighaus) 5 – 6 Wochen nach Bemusterung
- Hausaufbau 3 – 5 Tage
- Hausausausbau bis Einzug 12 – 16 Wochen

Mieterbund warnt vor "Energiearmut"

01.12.2011, 16:14 Uhr | AFP (Foto: imago)
Müssen Mieter mit niedrigen Einkommen in diesem Winter frieren?
Sind angenehme Temperaturen in den eigenen vier Wänden in diesem Winter nur noch für gut betuchte Bürger erschwinglich? Wegen der stark gestiegenen Öl- und Gaspreise droht nach Angaben des Deutschen Mieterbundes hierzulande eine "Energiearmut".
Viele Menschen könnten sich die warme Wohnung mit 22 Grad nicht mehr leisten, erklärte
Mieterbund-Sprecher Ulrich Ropertz der "Bild". Die Preissteigerungen bei Öl, Gas oder Fernwärme seien kaum noch zu verkraften. "Es droht Energie-Armut", sagte Ropertz.
Enorme Preissteigerungen vor allem beim Heizöl Mieterhaushalte müssen dem Verband zufolge im Schnitt etwa ein Drittel ihres Nettoeinkommens für Miete und Heizkosten aufwenden, einkommensschwächere Haushalte oft sogar 40 Prozent oder mehr.
Heizöl ist im Vergleich zum vergangenen Herbst um 25 Prozent teurer geworden.
Gas wurde im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent teurer.
Fernwärme ist um 7 Prozent gestiegen.
Eine vierköpfige Familie, die in einer mit Öl beheizten, 100 Quadratmeter großen Wohnung lebt, muss laut Mieterbund in diesem Jahr 304 Euro mehr zahlen. Würde sie mit Gas oder Fernwärme heizen, müsste sie rund 90 Euro mehr bezahlen. Bei einer mit Öl
beheizten, 70 Quadratmeter großen Wohnung bedeutet dies im Schnitt 213 Euro an Mehrkosten im Jahr. Für einen Zwei- bis Dreipersonenhaushalt, der mit Gas oder Fernwärme heizt, fallen im Jahr gut 60 Euro mehr an.
Eine Wärmepumpe mit Fußbodenheizung – in der Anschaffung nur rund € 2000,-- teurer als eine Gas oder Ölheizung – funktioniert ohne Öl, Gas und andere Brennstoffe – zuverlässig, sicher und kostengünstig. Man braucht keine Gaszuleitung und dauernde Prüfungen, keinen Öltank als Vorrat im Keller mit laufenden Wartungs- und Reinigungskosten, denn eine Wärmepumpe „verbrennt“ nichts. Sie macht auf Basis des physikalischen Prinzips der Verdichtungswärme Warmwasser und die nötige Heizungsenergie für das Haus.
Es entstehen keine CO² relevanten Verbrennungsabgase und die Anlagen arbeiten effizient auch bei tiefen Temperaturen

(Abb.: Kandler Winter Januar 2011 – Landkreis Erding Wartenberg Thenn)
Heizen mit Wärmepumpe – die zeitgemäße und ökologische Art der Wärme- und Energiegewinnung durch die Nutzung von Verdichtungswärme – ganz ähnlich dem Kühlschrankprinzip, in dem auch ein Verdichter Wärme entzieht und an die Umgebungsluft abführt. Dadurch entsteht Kälte im Kühlschrank.
Eine Wärmepumpe funktioniert sehr ähnlich und ist nur in Betrieb, wenn auch Wärme abgerufen wird.
Der Bedarf an Heizwärme regeln vollautomatisch Thermostate in allen Räumen und Wärmefühler im Wärmespeicher der Brauchwassererwärmung.
Interessiert?
Schreiben Sie uns. Wir informieren Sie gerne.

Baustoffe im Fertighausbau
• OSB Grobspanplatten
• Gipskartonplatten
• Gipsfaserplatten
• Erfahrungsbericht
Grobspanplatten (OSB-Platten)
Auch OSB-Platten - Platte aus ausgerichteten Spänen - sind Holzwerkstoffe, die aus langen, schlanken Spänen hergestellt werden. Sie waren ursprünglich Abfallprodukte der Furnier- u. Sperrholzindustrie in den USA.
Herstellung
Spanaufbereitung: Aus dem entrindeten Rundholz werden in Längsrichtung durch rotierende Messer die Strands herausgeschnitten.
Trocknung: Die natürliche Feuchtigkeit der Späne wird bei hohen Temperaturen reduziert. Dies ist notwendig, um die Späne danach mit ausreichend Klebstoff benetzen zu können. Außerdem darf während des Pressvorgangs nicht zu viel Feuchtigkeit in den Spänen vorhanden sein, da sonst der entstehende Dampfdruck die Rohplatte zum Platzen bringen könnte.
Beleimung: Der Klebstoff wird in einer Beleimmaschine fein verteilt auf die Späne aufgebracht.
Streuung: Die ca. 100–200mm langen, 10–50mm breiten und 0,6–1,5mm dicken Späne werden im Wurfverfahren längs u. quer so orientiert gestreut, dass sie kreuzweise in 3 Schichten angeordnet werden.
Presse: Unter hohem Druck und Temperatur (Pressentemperatur 200 °C bis 250 °C) werden die Strands größtenteils auf kontinuierlichen Pressen hergestellt. Zur Verklebung werden PF-, MUPF-Klebstoffe Melamin-Harnstoff-Phenol-Formaldehyd und PMDI-Klebstoffe verwendet, wobei vor allem aus qualitativen Gründen der Anteil an PMDI überwiegt. Sehr häufig wird in der Mittelschicht PMDI eingesetzt und in den Deckschichten MUF- bzw. MUPF-Klebstoffe.
Eigenschaften
Die Biegefestigkeit ist durch die langen und schlanken Späne höher als bei normalen Flachpressplatten (Spanplatte). Aufgrund des hohen Kleberanteils weist die OSB-Platte einen hohen Dampfdiffusionswiderstand auf. Die Spänestruktur verleiht der OSB-Platte ihr charakteristisches Aussehen, was sie nicht nur für die „unsichtbare“ Verwendung, sondern auch für dekorative Anwendungsgebiete nutzbar macht.
Zu beachten ist diesbezüglich die Auswirkung der Formaldehydausdünstung auf die Raumluftqualität.
Die Rohdichte beträgt je nach Verwendungszweck der Platten etwa 600–700 kg/m³ und
unterliegt produktionsbedingten Schwankungen.
Verwendung
OSB-Platten werden als Bauplatten beim Rohbau und im Innenausbau als Wand- oder Dachbeplankung eingesetzt. Im Fußbodenbereich dienen sie als Verlegeplatte (Nut- und Federprofil). Für die Montage über einer Fußbodenheizung sollten jedoch spezielle Platten verlegt werden, weil die Gefahr des Plattenverzuges durch einseitiges Austrocknen der Platten sehr hoch ist. Bei Sichtfußböden, im Dachausbau und als Fassade finden sie dekorativen Einsatz aufgrund ihrer markanten Optik, so auch im Möbelbau für Regale und Gestelle. Darüber hinaus werden sie für Verpackungen (Kisten) und als Schalung für Beton verwendet.
Wirtschaftliche Bedeutung
Grobspanplatten besitzen in Amerika eine große wirtschaftliche Bedeutung. 95 % aller OSB-Platten werden in den USA hergestellt und vorwiegend im Hausbau verwendet. In Europa betrug 2008 die OSB-Plattenproduktion 3,3 Mio. m³, davon in Deutschland rund 1 Mio. m³[1].
Qualitäten
Die Norm EN 300 definiert entsprechend ihren mechanischen Eigenschaften und der relativen
Feuchtebeständigkeit folgende Klassen:
OSB/1: Platten für den Innenausbau (inkl. Möbel) zur Verwendung im Trockenbereich.
OSB/2: Platten für tragende Zwecke zur Verwendung im Trockenbereich.
OSB/3: Platten für tragende Zwecke zur Verwendung im Feuchtebereich.
OSB/4: Hochbelastbare Platten für tragende Zwecke zur Verwendung im Feuchtebereich.
Eine weitere Möglichkeit, für OSB-Platten den Einsatz im Baubereich zu ermöglichen, ist die
Überwachung im Rahmen einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung des DIBt (Kurzform Z-9.1-XXX). Hierbei werden die technischen Anforderungen an die Platten in einem herstellerspezifischen Zulassungsdokument zusammengefasst, das Grundlage für die weitere Produktionsüberwachung ist.
In der harmonisierten Norm (EN 13986) für OSB werden folgende zwei Formaldehyd-Klassen
(Bestimmung entsprechend EN 120 „Perforatormethode“, ENV 717-1 „Flaschenmethode“ und EN 717-2 „Gas-Analyse Methode“) angeführt:
Klasse E1 ≤ 8 mg/100 g
Klasse E2 > 8 bis 30 mg/100 g In Deutschland sind Holzwerkstoffe der Emissionsklasse E2
nicht zugelassen.
Gipskarton (Rigips)
Gipskarton (GK) ist ein Baustoff aus Gips, meistens in Verwendung als Gipskartonplatten (GKP) – auch Gipskarton-Bauplatte (GKB) – mit beidseitigem Kartonage-Bezug, im
Trocken- oder Akustikbau. Ihre Stabilität erhalten die Platten durch die beidseitige Kartonage, welche die Zugkräfte aufnimmt. Gipskartonplatten werden häufig mit „Gipsbauplatten“ beziehungsweise „Gipswandbauplatten“ verwechselt, diese bestehen aber ausschließlich aus Stuckgips, sind 60 bis 100 mm stark und umlaufend mit Nut und Feder versehen.
Gipskartonplatten
Verwendung
Durch die verschiedenen Eigenschaften wie geringes Gewicht, einfache und schnelle Verarbeitung, hoher Feuerwiderstand sowie im Vergleich zum Massivbau geringeren Flächenverlust durch Errichtung dünnerer Wände, wird Gipskarton vor allem zur Herstellung von leichten, nichttragenden Innenwänden, abgehängten Decken, Dachschrägenverkleidungen oder Estrichen verwendet. Auf Grund der geringen Wasser-/Feuchtebeständigkeit sollte Gipskarton nur im Innenbereich verwendet werden.
Innenausbau und Verkleidungen.
Man verwendet Gipskartonplatten zur Herstellung von nichttragenden Innenwänden, die später leicht zurückgebaut oder abgeändert werden können. Sie finden auch Anwendung als Trockenputz, indem Gipskartonplatten entweder mit Ansetzbinder direkt auf die Rohwand geklebt oder auf eine Unterkonstruktion montiert werden. Zur Verkleidung von Sanitärinstallationen, Elektroleitungen und anderen technischen Einrichtungen
werden sogenannte Verkofferungen (auch 'Abkofferungen', früher "Rabitzkasten") verwendet. Solche Verkleidungen finden sich oft auch in Form einer Vorwand. Hier können die Platten auf einer konventionellen Unterkonstruktion (s. u.) befestigt werden. Wichtig ist hier, zur anschließenden Befestigung von Fliesen eine spezielle Grundierung zu verwenden. Auch das Einbauen von Wartungsöffnungen für die Leitungen ist zu empfehlen.
Spezielle Verwendung
Für Feuchträume (GK(B)I – "Gipskarton(bauplatte), imprägniert", meistens grün gefärbt) oder
Brandschutz (GKF – "Gipskarton feuerhemmend", Glasfaserarmierung) stehen Spezialplatten zur Verfügung.
Schallschutz
Der Schallschutz (Luftschall) wird bei Gipskartonwänden durch das Prinzip der biegeweichen Schalen (kurz: die eine Seite der Wand wird durch den Schall zum Schwingen angeregt, die gegenüberliegende Seite nicht) erreicht. Hierzu ist es jedoch erforderlich, dass im Wandhohlraum eine entsprechende Mineral- oder Weichfaserplatte eingestellt wird. Wandöffnungen z. B. Steckdosen, Lichtschalter, etc. verringern den Schallschutz. Auch auf die Anschlüsse an angrenzende Bauteile ist hier zu achten. Gipskartonplatten finden, in gelochter oder geschlitzter Form, auch Verwendung als Akustikdecken zur Raumschalldämmung. Die Decken werden hierzu mit einer Auflage aus absorbierendem Material wie z. B. Vliesstoffen wie Akustikvliesen, Polyestervliesen oder Mineralwolle versehen.
Vorteile/Nachteile
Der Vorteil einer Gipskartonplatte besteht in ihrem schnellen und einfachen Einbau. Durch die – im Vergleich zu herkömmlichen Bauverfahren – geringe Wandstärke kann bei gleicher Grundfläche eine höhere Nutzfläche erreicht werden. Ein Nachteil gegenüber gemauerten Wänden besteht in ihrer geringeren Stabilität. Werden Balken angebracht (z. B. bei Hochbetten), erzeugen diese an der Wand bei Durchbiegung Geräusche, die die Wand durch Resonanz noch verstärkt. Gipskartonplatten sind nicht für den Außenbereich geeignet, da sich Gips bei Dauerbefeuchtung zersetzt. Bei schlechten klimatischen Bedingungen (hohe Luftfeuchte) kann die Beschichtung schimmeln oder es kann sich auf der Oberfläche Schimmel bilden. Bedingt durch die Feuchtigkeit wird die Anhaftung von Mikroorganismen (Adhäsion) gefördert.
Brandschutz
Eine Lage GKB (Gipskartonbauplatte) erreicht normalerweise keine Feuerwiderstandsdauer, nur als System (Decke oder Wand bitte Herstellersysteme beachten) in Verbindung mit weiteren Schichten. Es ist möglich, durch GKF-Platten (Gipskartonfeuerschutzplatte) darunterliegende feuerempfindliche Bauteile, zum Beispiel Stahlkonstruktionen gegen Brandeinwirkung zu schützen. Die GKF-Platten sind für Brandschutzkonstruktionen konzipiert, dadurch sind Feuerwiderstandsklassen von F90 problemlos möglich. Hierbei sind die Verarbeitungsrichtlinien der Hersteller bzw. die DIN 4102 Brandschutz im Hochbau zu beachten.
Strahlenschutz
Eine Sonderrolle nehmen bleikaschierte Platten ein. Die Kaschierung dient dem Schutz vor Strahlung und wird primär im medizinischen Bereich eingesetzt.
Verarbeitung
Wird die Kartonschicht mit einem Cuttermesser durchtrennt, kann die Platte leicht über einer Auflage nach hinten gebrochen werden. Die zweite Kartonschicht wird dann ebenfalls geschnitten. Gipskartonplatten werden auf eine Unterkonstruktion aus Holz oder verzinkten Stahlprofilen aufgeschraubt. Die Fugen sowie die Schrauben werden mit Spachtelmasse zu einer glatten Oberfläche verspachtelt. Zur Verhinderung von Rissen können in die Fugen Glasfaservlies oder Gitter-Klebebänder zur Bewehrung eingebettet werden. Nach zwei- bis dreimaliger Verspachtelung werden die verspachtelten Stellen mit Schleifpapier oder speziellen Schleifgittern geschliffen, um eventuelle Spachtelgrate und Unebenheiten zu entfernen. Anschlüsse zu angrenzenden Bauteilen werden häufig mit dauerelastischer Fugenmasse aus Acryl verfugt, in Feuchträumen mit Silikon. Insbesondere die Acrylfugen neigen zum Altern und dann später unkontrolliert zum Reißen. Besser ist es, zum angrenzenden Bauteil einen Trennstreifen (Schaumstofffolie) aufzukleben, den überstehenden Trennstreifen abzuschneiden und dann zuzuspachteln. Danach kann die Fugenmasse aufgebracht werden. An Ecken werden zum Schutz vor Beschädigung Alu-Eckprofile eingespachtelt. Zuletzt werden die meistens grauen Platten wie gewünscht mit Farbe überstrichen oder mit einer Grundierung zur weiteren Verarbeitung vorbereitet. Speziell vor dem Aufbringen von Tapeten sollte man grundieren, da man bei einer nachfolgenden Renovierung die Tapeten nicht wieder von der Kartonbeschichtung trennen kann.
Zweischichtige Estrichplatten werden meistens auf einer Ausgleichsschüttung verlegt, an den versetzten Stößen verleimt und anschließend verschraubt.
Unterkonstruktion Wände
Heute werden als Unterkonstruktion meistens Metallprofile verwendet, da bei diesen gegenüber den früher verwendeten Hölzern durch Feuchtigkeit keine Verformung auftritt. Folgeerscheinungen wie Spannungsrisse in der Verspachtelung der Gipskartonplatten sowie Brandbeschleunigung kann vermieden werden. Das gilt vor allem für Feuchträume oder andere Bereiche mit stärker schwankender Luftfeuchtigkeit wie beispielsweise Bad, Hauswirtschaftraum, Küche, Garage oder Hauseingänge. Wenn keine größeren Temperatur- oder Feuchtigkeitsschwankungen zu erwarten sind, kann den teureren Metallprofilen sägerauhes Holz vorgezogen werden. Mittels Ansetzgips-Binder kann Gipskarton auch
direkt auf das vorbereitete Mauerwerk gesetzt werden. Eine Unterkonstruktion aus Metallprofilen besteht senkrecht aus C-förmigen und waagerecht an Decke
und Boden aus U-förmigen verzinkten Stahlblechprofilen in den Breiten 50, 75, 100 (125 und 150 mm seltener). Für Türöffnungen sind spezielle Profile mit höherer Materialstärke zu verwenden, alternativ können Kanthölzer in die C-Profile gestellt werden. Inzwischen werden auch neuartige I-förmige Holzprofile angeboten, die aus zum Teil kreuzweise verklebten getrockneten Holzlagen bestehen und das Verformungsproblem entschärfen. Aus 50 mm GK-Ständerwerk und beidseitiger doppelter Beplankung mit 12,5 mm Platten ergibt sich eine Wand von 100 mm Stärke, bei einfacher Beplankung eine von 75 mm Stärke. Bei zweifacher Beplankung werden die senkrecht stehenden Platten mit einer Breite von 125 cm um 62,5 cm versetzt. Dabei muss die erste Schicht nicht unbedingt verspachtelt werden (nur bei
Brandschutzplatten vorgeschrieben). Zur Schalldämmung wird vor dem Befestigen der Profile am Baukörper ein Filz- oder Bitumenstreifen untergelegt.
Decken
Bei abgehängten Decken sind sogenannte Abhänger üblich, mit denen die verzinkten Stahlblechprofile an der Decke befestigt werden, hierbei handelt es sich allerdings um sogenannte CD-Profile und UD-Profile in 28mm. Randprofile (U-Profile) sorgen für den Anschluss an den Wänden. Für die auf Zug belasteten Abhänger werden grundsätzlich Metalldübel verwendet, da Kunststoffdübel bei einem Brand schmelzen und die Decke dadurch zum Einsturz bringen können. Die Randprofile haben keine tragende Wirkung,
dürfen daher auch bei Brandschutzdecken mit Kunststoffdübeln befestigt werden. Es ist jedoch unbedingt darauf zu achten, dass das erste CD-Profil max. 100 mm von der Wand montiert wird. Neben einer Abhängung mittels Metallprofilen ist ebenfalls auch eine etwas aufwendiger zu erstellende und schwerere Abhängung aus sägerauem Holz möglich.
Besonderheit beim Dachgeschossausbau
Bei einem Dachgeschossausbau dürfen GK-Platten unter 20 mm Stärke nicht von unten direkt an den hölzernen Sparren befestigt werden. Vor der Montage muss eine Unterkonstruktion aus Holz oder GK-Profilen zum Ausgleich und zum Schutz vor Rissbildung montiert werden. Wichtig bei dieser Art der Montage ist, die Dampfbremse nicht zu beschädigen.
Material
Üblicherweise kommen bei der Herstellung entweder Naturgipse, die im Bergbau gewonnen werden oder REA-Gipse zum Einsatz. Dieses erklärt auch die regionale Fokussierung der herstellenden Werke an Orten, wo Naturgipsvorkommen zu finden sind oder aber seit der deutschen Wiedervereinigung in direkter Nachbarschaft zu Braunkohlekraftwerken, bei denen der REA-Gips als Abfallprodukt anfällt. Grundsätzlich sind beide Materialien als gleichwertig anzusehen. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass Platten aus REA-Gips sehr geringe Gewichtsvorteile haben, während Naturgipse wesentlich besser zur Herstellung von Sonderanfertigungen, bei denen die Platten gebogen werden müssen, geeignet sind, da sie eine höhere Bruchfestigkeit haben. Ursache dafür ist die Anordnung der einzelnen Gipskristalle, die bei Naturgips chaotischer ist als bei REA-Gips. Zum Verschrauben werden Schnellbauschrauben (SBS grob für Holz-Unterkonstruktionen, fein für Metall-UK) verwendet. Diese Schrauben sind phosphatiert (schwarze Oberflächenbeschichtung), um chemische Reaktionen mit dem Gips und daraus resultierende Verfärbungen zu vermeiden. Für die
Metallprofile eignen sich selbstschneidende Schrauben.
Zusätze
Teilweise werden Fasern aus Kunststoff, Glas oder Zellulose in den Gips eingemischt, diese
Gipsfaser-Platten zeichnen sich so durch höhere statische Belastbarkeiten aus und sind auch in Feuchträumen zu verwenden.
Normen
In Deutschland sind u.a. folgende Normen (DIN) zu beachten:
DIN 18180 Gipskartonplatten - Arten, Anforderungen, Prüfung (Ausgabe 2008 gilt in D)
DIN 18181 Gipskartonplatten im Hochbau - Grundlagen für die Verarbeitung
DIN 18182 Zubehör für die Verarbeitung von Gipskartonplatten
DIN 18183 Montagewände aus Gipskartonplatten - Ausführung von Metallständerwänden
DIN 18184 Gipskarton-Verbundplatten mit Polystyrol- oder Polyurethan-Hartschaum als Dämmstoff
DIN EN520 ersetzt DIN 18180 (in Koexistenz bis 1. März 2007)
Fermacell - Komplettlösung für den Innenausbau
Rationelles Bauen in kürzester Zeit, ohne unnötige Austrocknungszeiten und ohne viel Schmutz mit verarbeitungsfreundlichen Produkten und zeitsparenden Verarbeitungstechniken sind gefordert. Die Ansprüche an moderne Baustoffe werden immer höher und vielschichtiger. Schnelle und qualitativ hochwertige Lösungen bestimmen den Markt.
FERMACELL für Wand, Decke und Fußboden - Systeme für den Fertighausbau
FERMACELL bietet wirtschaftliche Ausbau-Konzepte für alle Einsatzbereiche.
FERMACELL Konstruktionen werden rationell in kurzer Bauzeit erstellt.
Ohne Austrocknungszeiten, ohne viel Schmutz und ohne statische Probleme. Das
FERMACELL Komplett-Programm vom Kellerbis zum Dach, für Alt- und Neubau, von Teillösungen bis zu Objektgeschäften.
Gipsfaserplatten - wofür werden sie verwendet?
Gipsfaserplatten – z.B. Fermacellplatten - sind neben Gipskartonplatten die gebräuchlichsten
Ausbauplatten im Innenbereich. Sie werden aus einem Gemisch von Gips und Zellulosefasern hergestellt und haben, im Gegensatz zu Gipskartonplatten, keine Ummantelung. Die Anwendungsbereiche jedoch sind grundsätzlich die gleichen. Gipsfaserplatten dienen als Wand- und Deckenbekleidung, als Decklage von Unterdecken sowie für die Bekleidung von Montagewänden. Sie sind nicht brennbar und können auch in Feuchträumen verwendet werden. In der modernenHolzrahmenbauweise und beim Fertighausbau finden homogene und schwere Gipsfaserplatten als mittragende oder aussteifende Beplankungen Verwendung.
Gipsfaserplatten als universelle Ausbauplatten
Fermacell-Ausbauplatten sind universelle Gipsfaserplatten für sämtliche Anwendungsbereiche. Zum einen können sie für den Dachausbau verwendet werden. Als Unterkonstruktion werden Hut-Deckenprofile oder Holzlatten mit Schnellbauschrauben quer zu den Sparren befestigt. Auf den Profilen (Holzlatten) werden die Ausbauplatten befestigt. Auch für eine Holzbalken- oder Massivdecke können die Ausbauplatten verwendet werden. Als Unterkonstruktion bei Holzbalkendecken sollten Hut-Deckenprofile verwendet werden. Alternativ kann auch eine Holzlattung mit Holzschrauben an den Holzbalken befestigt werden. Bei einer Massivdecke empfiehlt sich zum Ausgleich von Unebenheiten und um die Dübelstellen zu reduzieren eine Grund- und Traglattung.
Trennwände aus Ausbauplatten
Trennwände aus Ausbauplatten Trennwände können mit den Ausbauplatten ebenfalls errichtet werden. Eine Anleitung dazu finden Sie hier. Zur Beplankung wird dort zwar eine Gipskartonplatte genommen, aber die Montage erfolgt genauso. Auch als Wandtrockenputz kommen Ausbauplatten zum Einsatz. Auf der Rückseite der Fermacell-Platte wird Rigips-Ansetzbinder aufgetragen und die Platte direkt an die Massivwand gesetzt. Ist Befestigung der Platte mit Ansetzbinder nicht möglich, wird sie als Vorsatzschale auf einer Holzlattung befestigt. Ist das Mauerwerk uneben oder sollen Installationen verdeckt eingebaut
werden, so empfiehlt sich eine freistehende Vorsatzschale mit UW- und CW-Profilen. Zur Verbesserung der Schall- und/oder Wärmedämmung kann ein geeigneter Dämmstoff in den Wandhohlraum eingelegt werden.
Die Fermacell Ausbauplatten sind nicht brennbar (Baustoffklasse A2) und besitzen eine
Feuerwiderstandsdauer von 30 Minuten (F30).
Gipsfaserplatten zur Dämmung der obersten Geschossdecke
Fermacell Dachbodenelement - speziell zur Dämmung der obersten Geschossdecke nach den Anforderungen der EnEV.
Gipsfaserplatten für den Holzrahmen- und Fertighausbau
Gipsfaserplatten für den Holzrahmen- und Fertighausbau ist die Fermacell-Gipsfaserplatte. Durch ihren homogenen Aufbau besitzt sie eine besonders hohe mechanische Festigkeit. Die Platte kann deshalb statische Aufgaben übernehmen, das heißt sie kann für mittragende und aussteifende Beplankungen verwendet werden. Die Fermacell-Platte ist sehr hart und glatt und ermöglicht somit einehervorragende Oberflächenbehandlung. Die extreme Kantenfestigkeit schützt vor dem Ausbrechen der Ecken und Kanten bei Montage oder
Transport. Aufgrund eines äußerst geringen Schwind- und Dehnverhaltens bei Temperaturwechseln und schwankender Luftfeuchtigkeit ist eine große Sicherheit vor Rißbildungen vorhanden.
In der Verarbeitung verhält sich die Gipsfaserplatte wie Holz und kann daher auch so
behandelt werden. Das Material lässt sich beispielsweise sägen, bohren und schleifen.
Fertighausbauer, die Wert auf hohe Qualität, Haltbarkeit, Langlebigkeit und
Nachhaltigkeit der Wandkonstruktionen in Verbindung mit Feuerschutz und
Beständigkeit gegen Nässe legen, verwenden Gipskartonplatten, weil diese
entscheidende Vorteile für den Kunden bieten.


Foto Kandler
Erfahrungsbericht
Wir haben gerade einen Dachausbau mit Fermacell Ausbau-Platten gemacht. Die Platten sind zwar etwas teurer als normale Ausbau-Platten, aber dafür haben sie mehr zu bieten.
Woraus bestehen Fermacell-Platten?
Sie bestehen aus Gips und Papierfasern. Ohne weitere Bindemittel.
Wofür sind Fermacell-Platten geeignet?
Für Decken, Wänden und Böden.
Für Feuerschutz- und Feuchträume.
Für Wärme- und Schalldämmung.
Was ist das besondere an Fermacell-Platten?
Sie tragen extrem schwere Lasten. (bis zu 50 kg je Dübel, bis zu 20 kg je Schraube,
bis zu 15 kg je Haken). Sie sind nicht brennbar (Baustoffklasse A2 nach DIN 4102)
Sie besitzen eine sehr wirkungsvolle Schalldämmung. (eine 10 cm dicke Wandkonstruktion von Fermacell entspricht einer 26 cm dicken gemauerten Wand.)
Sie sorgen für ein gutes Raumklima, da sie bei hoher Luftfeuchtigkeit die Feuchtigkeit aufnehmen und sie bei trockener Luft wieder abgeben.
Wie ist die Verarbeitung von Fermacell-Platten?
Man kann die Platten leicht verarbeiten. Sägen, brechen, fräsen, bohren, alles kein problem mit Fermacell. Noch ein Bonus bei Fermacell-Platten. Sie sind bereits grundiert. Man kann sofort tapezieren, streichen oder im Dünnbettverfahren fliesen.
Einfach klasse.
http://www.ciao.de/Dachgeschosausbau_Tipps_Tricks_Test_1119692

Fundamentplatte
Eine Fundamentplatte ist eine unter dem ganzen Bauwerk durchgehende Stahlbetonplatte. Sie wird notwendig bei hohen Lasten, vergleichsweise geringer Tragfähigkeit des Baugrundes oder bei Baugrund aus unterschiedlichen Bodenarten. Bei Gründungen mit Fundamentplatte wird die Last des Bauwerks auf die gesamte Bodenplatte verteilt und damit die vorhandene Bodenpressung gegenüber dem Streifenfundament oder Einzelfundament herabgesetzt.
Fundamentplatten werden bei Flachgründungen auf schlechtem Untergrund vorgesehen, sind aber auch als Unterbau für Kellerbauten bei tragenden Böden zu empfehlen. Die Ausführung erfolgt in Stahlbeton. Die Platte wird auf einer Sauberkeits-/Magerbetonschicht oder direkt auf den Unterbau aufgelegt, der als mindestens 20 cm dicke Kapillarschicht aus Grobschotter eingebracht wird.
Bei stark stauendem Wasser und Grundwasser ist eine Weiße Wanne unbedingt erforderlich. Platte und Wanne werden in wasserdichtem Beton mit Armierung nach statischem Erfordernis hergestellt. Im Übergangsbereich horizontal-vertikal und an Ecken werden Fugenbänder oder Quellfugenbänder verlegt, um alle arbeitsbedingten Fugen wasserundurchlässig abzudichten.
Die Feuchteisolierung erfolgt mit diffusionsdichten Folien aus Polyethylen (PE) bzw.
Polyvinylchlorid (PVC). Bei Bodenplatten, an die kein Keller anschließt, wird in jeden Fall zusätzlich noch eine Wärmedämmung eingebaut werden. Eine Wärmedämmung kann inzwischen auch unter der Bodenplatte angeordnet werden. Hierzu dürfen allerdings nur Dämmstoffe verwendet werden, die mit einer Allgemeinen Bauaufsichtlichen Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik ausgezeichnet sind. Dies ist bei BAU mein HAUS der Fall. Diese bauaufsichtlich zugelassenen Dämmstoffe bestehen aus feuchtigkeitsresistenten Materialien wie Schaumglas, Polyurethan Schaum (PU-Schaum) oder Polystyrol (PS), die auch als Perimeterdämmung bezeichnet werden.
Oberhalb von Bodenplatten und Abdichtungen werden unterschiedliche Dämmmaterialien wie zum Beispiel Polystyrolschaum („Styropor“) oder Mineralfaserdämmstoffe eingesetzt.
Ausschlaggebend für die weitere Planung ist die Tragfähigkeit des Bodens. Deshalb veranlasst BAU mein HAUS grundsätzlich auf eigene Kosten ein Baugrundgutachten, um absolute mein Sicherheit über die Bodenbeschaffenheit zu gewinnen. Von diesem ist es abhängig, ob ein Streifen- bzw. Ringfundament ausreicht oder eine Bodenplatte nötig ist. Beide Optionen werden im folgenden vorgestellt.
Bodenplatte
Eine Fundamentplatte (auch Gründungsplatte, Plattenfundament) ist notwendig, wenn der
Untergrund eine zu geringe Tragfähigkeit aufweist, oder die Baulast zu hoch ist. Die gesamte
Grundfläche kann dann über eine Stahlbeton-Platte als Fundament das Gewicht mittragen. Eine Stahlbewehrung sichert die gleichmäßige Verteilung der Gebäudelast. Ist das Grundstück mit hohem Grundwasserstand (bis zur Sohle) belastet, empfiehlt es sich zudem, das Gebäude durch den Bau einer Stahlbetonwanne nach unten und zu den Seiten hin abzudichten. Die Bodenplatte bietet sich besonders bei Gebäuden ohne Keller an. Vorteile hat diese Gründungsform bei den Baukosten: Lohnintensive Ausschachtungs- oder Schalungsarbeiten entfallen, weswegen auch bei tragfähigem Untergrund häufig die Entscheidung für eine Bodenplatte fällt.
Der Bau
Die Erstellung einer Bodenplatte bzw. eines Streifenfundaments vollzieht sich in mehreren
Bauschritten.
Aushub
Kein Gebäude kommt ohne eine frostsichere Gründung aus. Damit Minusgrade das Fundament nicht erreichen, müssen mindestens 80 Zentimeter Boden zwischen der Oberkante des Fundaments und der Oberkante der Baugrube liegen. Nur so ist sichergestellt, dass keine Schäden an den Wänden entstehen.
Verlegung der Grundleitungsrohre
Schon in das grobe Sandbett der ausgehobenen Baugrube werden die Grundleitungsrohre
(Keramik, Guss oder Hartkunststoff) für Abwasser und Regenwasser verlegt. Dabei ist auf das
richtige Gefälle (1 bis 1,5 Prozent) zu achten. Wichtig ist auch der Einbau von Kontrollschächten und eines Rückstauventils. Wenn die Rohre liegen, wird eine Kiesschicht zwischen dem gewachsenen Boden und dem Fundament, bzw. unter und zwischen den Betonstreifen eingezogen. Diese verhindert, dass aufsteigendes Wasser in das Bauwerk eindringt. Darauf kommt eine Sauberkeitsschicht aus Magerbeton, die dafür sorgt, dass die Bewehrung der Fundamente und Gründungsplatten nicht ins Erdreich abrutschen kann.
Feuchteschutz
Auf den Magerbeton wird eine Feuchtigkeitssperre aus reißfesten Folien oder Bitumenpappen
eingezogen. Dabei wird auf ein absolut rissfreies Verlegen geachtet. Je nach der Art des auftretenden Wassers, muss eine schwarze (Bitumen) oder eine weiße (Folie) Wanne ausgebildet werden. Dabei ist die Bitumen-Dichtung die gängige Variante, die 'Weiße Wanne' ist nur bei drückendem Wasser erforderlich.
Bewehrung
Nun kann die Bewehrung verlegt werden. Diese besteht aus Stahlmatten, die in den Beton eingelegt werden. Die einzelnen Elemente werden mit Bindedraht fest verbunden und mit Knacken fixiert. In die Bodenplatten wird zum Schutz vor Frost ein Ringanker eingezogen. Dieser 'Zerr-Anker' muss als erstes gegossen werden, da er aus Bewehrungsmatten besteht, die in die Bodenplatte miteingebunden werden. In einigen Fällen kann auch Stahlfaserbeton zum Einsatz kommen, der auf eine zusätzliche Bewehrung verzichten kann. Stellen, an denen Türen vorgesehen sind, müssen mit Längsbewehrungen versehen werden, weil hier der Gegendruck zum schiebenden Erdreich fehlt.
Fundamenterder/Rohre
Ebenfalls noch vor dem Betonieren wird der Fundamenterder eingelegt. Das ist ein geschlossener Ring aus Bandstrahl mit zwei Anschlussfahnen: Eine dient später als Potentialausgleichsschiene, an das andere Ende wird der Blitzableiter oder die Antenne angeschlossen. Im nächsten Schritt werden die Leerrohre für Trinkwasser, Gas, Strom und eventuell für Öl oder Fernwärme eingelegt.
Betonierung
Ist die Bodenplatte einheitlich eingeschalt, kann das Einfüllen des Betons beginnen. Dieser wird mittels Rutschen oder über einen Schlauch direkt aus dem LKW eingefüllt. Dabei kann jede Art von Beton verwendet werden. Zur Auswahl stehen steifer Beton (KS), plastischer Beton (KP), weicher Beton (KR) oder fließfähiger Beton (KF). Mit einem Flaschenrüttler wird der Beton verdichtet, die Verwendung eines Faulenzers hilft beim Glätten. Frischer Beton benötigt eine intensive Nachbehandlung. Der Bauherr muss seine Schalung in den ersten Tagen besonders vor Frost und Regen, aber auch vor starker Sonneneinstrahlung schützen.
Der Abbinde-Prozess dauert 28 Tage. Schon nach drei oder vier Tagen kann aber mit dem
Aufstellen des Hauskörpers (Fertigbauweise) begonnen werden. Die Gründung leitet die Lasten des Baukörpers - Eigengewicht und Verkehrslast - in den Baugrund ab.
Weitere Infos
Da die Festigkeit der Böden geringer ist als die Festigkeit der Baustoffe, werden lastverteilende Fundamente unter den tragenden Elementen des Bauwerks angeordnet (Bodengutachten). Übliche Gründungsarten sind Flächengründung und Pfahlgründung. Baugrund und Grundwasser sind wichtige Faktoren bei der Bemessung der Gründung. Zur Beurteilung wird von BAU mein HAUS ein Baugrunduntersuchung durchzuführen. Nicht oder wenig tragfähiger Baugrund kann durch Bodenersatzverfahren, Tiefenrüttelverfahren, Stoßverdichtungsverfahren oder chemische Bodenverfestigung durch Injektionen verbessert werden. Wenn die Gründungssohle unter dem Grundwasserspiegel liegt, muss ggfs. durch
Grundwasserabsenkung und Grundwasserhaltung die Baugrube trockengelegt werden.
Fundamentplatte. Es liegt auf der Hand, dass sich der Aufwand für Wärmedämmung der Wände lohnt Offensichtlich ist auch, dass Wärmeenergie nicht nur durch die Außenwände, sondern auch durch Fenster, Decken und Dächer nach außen sowie durch den Fußboden in den Boden flieht. Folglich wächst das Interesse an Giebeldämmungen und an Dämmungen der unterirdischen Gebäudeteile.
Ein neuer Trend im Bauwesen ist die Verwendung von Fundamentplatten anstelle der herkömmlichen Streifenfundamente und Fundamentwände. Die Fundamentplatte ist eine auf der Baustelle vergossene Betonplatte mit Bewehrung aus klassischen Stahlstäben oder Streubewehrung. Über deren Dicke, die Betonklasse und die Menge der Bewehrung entscheidet je nach den Bodengegebenheiten und der Gebäudeart der Planer. Meistens hat sie von 15 bis 25 cm Dicke.
Die Hauptvorteile der Anwendung der Fundamentplatte
Die schnelle und einfache Ausführung, die sich vor allem aus der beschränkten Durchführungszeit und dem kleineren Umfang der Erdarbeiten, und auch aus der schnellen Herstellung der Schalungen ergibt. Die Ausführungszeit einer Fundamentplatte unter Anwendung dieser Schalungen wird auf nur anderthalb Tage angesetzt, während die Bereitstellung der herkömmlichen Streifenfundamente und Fundamentwände ca. eine Woche in Anspruch nehmen würde.
Stabilität
Die Platte ist ein monolithisches Bauteil und damit viel stabiler, als die Kombination von
Streifenfundamenten und Wänden. Dies ergibt sich daraus, dass die Gebäudelast auf eine viel größere Fläche verteilt wird und der Abstützungsverlust an einer Stelle nicht die Zerstörung der Konstruktion bewirkt, wie das bei Erdrutschen oder Bergschlägen der Fall ist.
Besserer Wärme- und Nässeschutz
Eine Platte ist einfacher abzudämmen - es entfällt das im Fall einer Fundamentwand auf
Streifenfundament erforderliche Anbringen von senk- und waagerechten Dämmschichten an der Wand und unter oder auf dem Fundamentstreifen. Die Platte ist viel einfacher auszuführen, und damit ist das Risiko eines Ausführungsfehlers geringer. Je komplizierter sie Lösung, desto größer die Gefahr, dass der Bauunternehmer einen Fehler begeht. Die Platte ist ein Bauteil, dessen extrem einfacher Aufbau solche Vorfälle ausschließt.
Flachere Gründung der Platte
Es erweist sich des Öfteren, dass die Platte bereits in 0,5 – 0,8 m Tiefe gegründet werden kann. Damit wird der Umfang der notwendigen Erdarbeiten minimiert, wodurch die Kosten verringert und der Baufortschritt beschleunigt wird (Bodengutachten).
Der Bau der Platte
Nach dem Bodenaushub werden die waagerechten Anlagen der Be- und Entwässerung sowie der übrigen Medien (Strom, Gas, Telefon) verlegt. Anschließend wird eine Drainageschicht, z.B. aus Kies oder Schotter, eingebaut und verdichtet. Vor dem Verlegen der Schalungselemente wird eine Wassersperre hergestellt, um sicher zu sein, dass der ggf. höher Grundwasserstand keine nachteiligen Einfluss auf die Fundamentplatte haben wird. Wesentlich ist, dass die Steigleitungen sämtlicher Anlagen und Medien an den in den Bauunterlagen bezeichneten Stellen herausgeführt werden. Dadurch wird das Schlitzestemmen und Ausführen der Anlagensteigleitungen in späteren Bauphasen vermieden. Die Verlängerungen der Steigleitungen werden anschließend in die Kerne der
Wandelemente vor deren Betonieren hineingeführt. Die wärmedämmenden Schalungselemente werden so verlegt, dass sich daraus die erforderliche Größe und Gestalt der Platte ergibt. Die Bodenelemente werden miteinander und mit den Randelementen mittels „Hakenschlösser“ verbunden. Die Randelemente werden miteinander mittels
Schlösser vom Schwalbenschwanztyp verbunden. Einzelne Elemente können auf das erforderliche Maß zugeschnitten werden. Der Dämmstoff, aus dem die Schalungselemente hergestellt sind, ist ein Wasser nicht aufnehmender Schaumstoff von sehr hoher Dichte. Die erhöhte Dichte ermöglicht die gleichmäßige Übertragung der Gebäudelast, die auf 1 cm² umgerechnet von 0,3 bis zu1 kg/1cm² beträgt (die Angaben beziehen sich auf den Einfamilienhausbau). In der aus Dämmelementen hergestellten Schalung wird eine Folie als zusätzliche Sperre gegen Feuchtigkeit verlegt.
Die nächste Phase der Arbeiten ist die planungsgemäße Herstellung der Plattenbewehrung.
Auf den waagerechten Rändern der umlaufenden Schalungselemente befinden sich rechteckige Kanäle, in denen für die Betonierzeit eine Aussteifung im Form von rechteckigen Rohren zu montieren ist. Zweck dieser Lösung ist es, eventuelle Verformungen der Schalung unter dem Druck des eingebrachten Betons auszuschließen.
Die Schalung wird mit Beton der entsprechenden Klasse aufgefüllt. Dabei wird natürlich auf die geeignete Betonkonsistenz geachtet. Die Spalte, in welchen sich die stählernen Aussteifungen befanden, werden mit durch von uns angebotenen Formsteinen aus Dämmstoff gefüllt. Auf diese Weise wird eine stabile und gut gedämmte Gründung des Gebäudes hergestellt. Verbindlicher Vertragsbestandteil unserer Bauverträge ist die BLB 2010 von BAU mein HAUS.
Exclusivhaus Bayern
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